Interview: In den Schräglagen der Musik zuhause

16.05.2012

Jazzpianist Alexander Schindler öffnet an der Musikschule Eppingen ein neues Fenster

Alexander Schindler
Alexander Schindler

Die Flötentöne bringen die anderen den Eppinger Musikschülern bei. Für das Eintauchen in die Schräglagen der Musik, für das Baden in der Welt der Nebenakkorde am Klavier, am Keyboard oder am E-Piano ist an der Musikschule Eppingen seit diesem Schuljahr Alexander Schindler zuständig. Der 28jährige Heidelberger mit Wurzeln nach Nicaragua zeigt dort auch Wege durch die Dschungellandschaften von Musiktheorie und Harmonielehre. Die Kraichgau Stimme traf ihn in seinem Arbeitszimmer.

Kraichgau Stimme: Herr Schindler, wie kamen Sie selbst zum Jazzpiano?

Alexander Schindler: Ich begann klassisch mit sechs Jahren Klavier zu spielen, hatte Freude an den Wettbewerben von Jugend musiziert. Als Jugendlicher hab ich dann meine Richtung geändert und den Jazz entdeckt durch meine Eltern. Ich wollte weg von den Noten und etwas Eigenes ausprobieren und hatte zum Glück gute Lehrer, die das möglich gemacht haben.

Kraichgau Stimme: Wie gestalten Sie jetzt selbst Ihren Unterricht?

Alexander Schindler: Breit gefächert für Schüler ab sieben Jahren. Ich beginne mit Begleitrhythmen bei einfachen Liedern und versuche dann bei der Liedbegleitung langsam von den Noten wegzukommen, spielerisch. Ich möchte Kinder dabei fördern, selbst kreativ zu werden. Das ist in der Klassik schwierig, lässt sich aber im Jazz und im Rock- und Popbereich leichter realisieren. Ich möchte gern Kinder und Jugendliche da abholen, wo sie sich musikalisch zuhause fühlen, bei der Musik, die  ihrenAlltag bestimmt.

Kraichgau Stimme: Sie geben auch Schützenhilfe in Musiktheorie und Harmonielehre. Können Sie Jugendlichen, die ein Hochschulstudium anstreben auch im praktischen Bereich unter die Arme greifen?

Alexander Schindler: Im Zuge einer Hochschulausbildung sind auch Fertigkeiten in anderen Stilrichtungen gefragt, und da setze ich an.

Kraichgau Stimme: Im Jazz spielt das gemeinsame Musikmachen doch eine große Rolle. Was für Möglichkeiten sehen Sie in der Arbeit im Ensemble?

Alexander Schindler: An der Musikschule Eppingen gibt es bereits ein Jazz-Ensemble mit Namen "Half past seven". Ich kann mir gut vorstellen, dass Jazz-Schüler da miteinsteigen können. Auch die Gründung einer neuen Gruppe ist denkbar. Das kommt ganz auf die Interessenten an, was denen vorschwebt. Jazz hat ja bekanntlich den Vorteil, dass man sehr schnell mit anderen zusammenspielen kann.

Susanne Walter

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Blaswandler

Blaswandler

.....ist - wie der Name schon verrät - ein elektronisches Blasinstrument, das sehr wandelbar ist. Die Anblasweise entspricht der der einfachen Holzblasinstrumente. Das Klappensysthem lässt sich verhältnismäßig einfach bedienen. Mit Hilfe der entsprechenden Knöpfe lassen sich auf dem Blaswandler zahlreiche Klangfarben entlocken. Von Posaune bis zum Horn, von Blockflöte bis zur Klarinette - mit dem Blaswandler wird man zum Multiinstrumentalisten. Eindrucksvolle Aufnahmen gibt es auf youtube.de. Bei Interesse kann man eine Probestunde bei Fabian Schöne vereinbaren. Weitere Bilder gibt es in der Bildergalerie.

Termine

Schülerkonzert-Rockpop

Sonntag, 21.Oktober 2018,
17.00 Uhr, Eintritt frei

Hartmanni-Gymnasium Eppingen

Lehrerkonzert

Sonntag, 18.November 2018,
17.00 Uhr, Eintritt frei

Hartmanni-Gymnasium Eppingen
Nach dem großen Erfolg des Wunschkonzerts im November 2017 beschlossen die Musikpädagogen auch im Jahr 2018 Publikumswünsche ins Konzertprogramm aufzunehmen.
Musikalische wünsche können ab sofort unter e.hadrys@musikschule-eppingen.de geäußert werden.
Das Duo: Schindler/Szitkó spielt auch in diesem Jahr mit!